Die Hechtsheimer SPD möchte geklärt wissen, ob sich die Stadt Mainz der Forderung verschiedener hessischer Städte nach einer Beteiligung an den Gewerbesteuerzahlungen der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport anschließen kann. Eine entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung kündigten die Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat, Iris Katlewski, und das Hechtsheimer Stadtratsmitglied Dr. Lars Kützing an. „Teile der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, darunter auch unser Stadtteil, werden vom Fluglärm nicht weniger belastet als viele hessische Kommunen“, erklärten Katlewski und Kützing. „Für uns liegt die Überlegung nahe, ebenfalls eine Beteiligung an den Gewerbesteuer-Zahlungen der Flughafengesellschaft zu fordern.“
Zahlreiche in der Umgebung des Frankfurter Flughafens gelegene Städte und Gemeinden wollen an den Gewerbesteuereinnahmen beteiligt werden, die die Flughafengesellschaft bisher an die Stadt Frankfurt sowie zu einem geringen Anteil an die Städte Rüsselsheim (14%) und Mörfelden-Walldorf (6%) zahlt. Die in Hessen gelegenen Städte und Gemeinden begründen ihre Forderung damit, dass Maßstab für die Zuteilung Gewerbesteuer das Maß der Belastung sein müsse, die der Flugverkehr in der Region auslöse.
Katlewski und Kützing betonten, dass es richtig sei, auch in Mainz nachdrücklich auf die hohe Fluglärm-Belastung hinzuweisen. Es müsse alles getan werden, um die Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten. „Uns ist jedoch bewusst, dass der Flughafen gleichzeitig ein außerordentlich wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region, also auch für Mainz ist“, so Katlewski und Kützing. „Ein Stichwort sind die über 70.000 Arbeitsplätze, die der Flughafen bereitstellt. Auch in Mainz leben viele Familien vom Flughafen, auch die Mainzer Wirtschaft profitiert von der Nähe zum Flughafen. Die Stadt Mainz ist ein Teil der Region, ihr nutzt der Flughafen, und sie ist den Belastungen ausgesetzt. Eine Beteiligung an der Gewerbesteuer scheint uns deshalb angemessen.“